Vittorio "Nuvola Bionda" & Nicola

Vittorio "Nuvola Bionda" & Nicola

In der Zeitschrift Adam berichtete ein Mann namens Vittorio, genannt Nuvola Bionda, von seiner Verschleppung nach Carbonia. Auslöser war seine Beziehung zu Nicola, dem Sohn eines Bäckers aus Trastevere. Vittorio beschreibt ihn als schönen jungen Mann, in den er sich verliebt hatte. Nicolas Stiefmutter habe die Nähe der beiden misstrauisch beobachtet. Um den Stiefsohn loszuwerden, habe sie ihre Vermutung einem Priester anvertraut, der sie an einen Polizeikommissar verwies.
 
„Man erwischte uns im Morgengrauen eines Frühlingstages 1941 zusammen im Bett. Ich wurde vor Gericht gestellt und nach Carbonia auf Sardinien geschickt. Dort war es wirklich schlimm“, berichtet er.
 
Er arbeitete gemeinsam mit anderen homosexuellen Männern und politischen Gegnern des Regimes im Bergwerk Serbariu. Während der Arbeit durfte nicht gesprochen werden, abends blieb nur Erschöpfung. Besonders demütigend war für ihn ein Aufseher, der den Männern Glöckchen an Handgelenke und Knöchel legte, um sie öffentlich zu verspotten.
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