Martina
Wir waren Kumpel
Der Dokumentarfilm „Wir waren Kumpel“ von 2023 begleitet Bergarbeiter, die ein letztes Mal in eine Zeche der Ruhrkohle AG einfahren. Der Film erzählt vom Ende einer Arbeitswelt und von den Menschen, deren Leben durch den Bergbau geprägt wurde. Eine besondere Rolle nimmt Martina ein: Sie ist die einzige Frau, die je offen in Deutschland im Steinkohlebergbau unter Tage gearbeitet hat. Heute arbeitet sie im Salzbergbau und nennt es am Ende des Films den Job ihres Lebens.
Martina ist eine Transfrau und begann ihre Transition noch während ihrer Zeit im Steinkohlebergbau. „Ich war eigentlich schon immer eine Frau“, sagt sie. Eigentlich wollte sie Friseurin werden, doch das war ihr damals nicht erlaubt. Der Bergbau wurde trotzdem Teil ihres Lebens. Ihre Kumpel hätten ihre Transition gut aufgenommen. Ob sie weiterhin Mettbrötchen esse, fragten sie. Natürlich. Dann sei ja alles gut, sie sei ja dann immer noch dieselbe.
Martina im Doku-Film „Wir waren Kumpel“, 2023
Regie: Christian Johannes Koch & Jonas Matauschek
Kamera: Sebastian Klatt
Schnitt: Natali Barrey, Annette Brütsch, Jonas Matausche