De Re Metallica

Vom 28. bis zum 30. August 2026 wird das Landesmuseum Bergbau in Prettau zur Zeitmaschine!

Die vierte Ausgabe von De Re Metallica widmet sich dem Thema "Alchemie und Probierkunst". Bereits am Freitag, 28. August, führt ein fachliches Rahmenprogramm in das Veranstaltungswochenende ein. Vorträge beschäftigen sich mit Alchemie und historischer Probierkunst und damit mit der Frage, wie Menschen im Mittelalter und der Frühen Neuzeit über Stoffe, Metalle und deren Veränderbarkeit dachten. 

Im Vortrag "Opus Magnum: Der Stein der Weisen" gibt Sofia Steger einen Einblick in die mittelalterliche Alchemie, in die Vorstellung von der Entstehung und Veränderung der Metalle und in die Suche nach dem Stein der Weisen. Armin Torggler widmet sich in seinem Vortrag "Vertrauen ist gut, Probieren ist besser" der mittelalterlichen Probierkunst und erklärt die Zusammenhänge zwischen der Unterssuchung von Erzen, historischen Aufbereitungsmethoden und dem chemischen Verständnis der Zeit. 

Währenddessen können Kinder im Workshop "Alchemie" selbst experimentieren und anhand kleiner Versuche chemische Reaktionen und Verfahren kennenlernen. 

Auf das Veranstaltungswochenende können Sie sich schon jetzt mit der neuen Sonderausstellung „Fidula & Flauto“ einstimmen. Sie widmet sich der Musik des Mittelalters und der Frage, wie sich historische Instrumente und Klänge heute rekonstruieren lassen. Passend dazu präsentiert das Ensemble Tempus am Freitag, 28. August, um 19 Uhr im Kornkasten von Steinhaus Rekonstruktionen mittelalterlicher Instrumente und bringt Musik des Mittelalters zu Gehör.
 


Am Samstag, 29. August, und Sonntag, 30. August, verwandelt sich das Gelände beim Nikolaus-Stollen des ehemaligen Kupferbergwerks wieder in einen historischen Schauplatz, in dem Geschichte unmittelbar erlebt werden kann.

Wie wurde Erz von Hand aufbereitet? Wie ließ sich aus einem unscheinbaren Gestein überhaupt Metall gewinnen? Welche Kenntnisse brauchte es, um Erze zu beurteilen, zu schmelzen und ihre Zusammensetzung zu bestimmen? Und wie sah der Alltag jener Menschen aus, die vom Bergbau lebten?

Reenactment-Gruppen aus Südtirol, Trentino, Österreich und Deutschland führen Techniken vor, erklären Werkzeuge und Arbeitsabläufe und geben Einblick in eine Zeit, in der Bergbau, Metallgewinnung und Handwerk noch weitgehend von körperlicher Arbeit, Erfahrung und über Generationen weitergegebenem Wissen geprägt waren.

Dabei geht es nicht um eine bloße Inszenierung. Die teilnehmenden Gruppen beschäftigen sich intensiv mit historischen Quellen, archäologischen Funden, Werkzeugen und überlieferten Arbeitstechniken. Viele ihrer Vorführungen bewegen sich im Bereich der experimentellen Archäologie: Historische Verfahren werden mit rekonstruierten Geräten und möglichst zeittypischen Materialien praktisch erprobt.

Besucherinnen und Besucher können den einzelnen Arbeitsschritten aus nächster Nähe folgen und direkt mit den Darstellenden ins Gespräch kommen. Dabei werden unterschiedliche Bereiche des historischen Bergbaus und der Metallverarbeitung sichtbar: von der Bearbeitung und Aufbereitung des Erzes über handwerkliche Tätigkeiten bis hin zu Verfahren, mit denen Metalle gewonnen, geprüft und weiterverarbeitet wurden.

Auch der Alltag rund um den Bergbau gehört dazu. Historische Kleidung, Werkzeuge, Arbeitsgeräte und Lagerleben ergänzen die Vorführungen und vermitteln, unter welchen Bedingungen Bergleute und Handwerker arbeiteten und lebten.


Programm
Freitag, 28.08.2026
14h
- Vortrag in Prettau - "Opus magnum: Der Stein der Weisen", Sofia Steger
15h - Vortrag in Prettau - "Vertrauen ist gut, Probieren ist besser", Armin Torggler
15-16h - Kinderworkshop "Alchemie" in Prettau
19h - Mittelalterliche Musik im Kornkasten, Steinhaus

Samstag, 29.08. & Sonntag, 30.08.2026
10-17h - 
Mittelalterliches Leben und Arbeiten am Nikolaus-Stollen in Prettau - historisches Reenactment mit Kupferschmelzen, Probierkunst, Erzscheiden, Köhlern und weiteren historischen Handewerken

 

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